Leitmotive des Tages.

Hintergrund:

Über Buddha lese ich, dass er zunächst die Erleuchtung in der Askese, in der Entsagung und im Verzicht gesucht hatte. Nachdem er aber über diesen Weg zusammengebrochen ist, erkannte er, wenn man sich in der Einsamkeit verkriecht, dass man in sich die eigene Göttlichkeit und damit auch die Möglichkeit „aus sich“ prächtige Weltbilder zu entfalten, unterdrückt. Von da an versuchte er, zu sein, was er wirklich ist. …

Ich denke, dass es bei jedem Menschen einen Seelenplan gibt, gemäß dem die Seele einerseits eine bestimmte Erfahrung sammeln (was will ich sein, was will ich erfahren, …) und andererseits eine bestimmte Aufgabe erfüllen möchte. Will die Seele jenes ausleben oder auskosten, soll dies auch ausgelebt bzw. ausgekostet werden. Auch denke ich, wenn die Seele etwas ausgekostet hat, dass es am Ende nicht mehr gewollt wird. So gesehen kostet die Seele solange etwas aus, bis sie erkannt hat, dass es genug ist oder/und dass im Außen nicht wirklich das wahre Glück zu finden ist. Diese Erkenntnis muss aber praktisch erfahren werden.

Vielleicht hilft uns im Weiteren die folgenden Fragen: Sind wir spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung sammeln wollen, oder sind wir menschliche Wesen, die eine spirituelle Erfahrung machen wollen? Vielleicht sowohl als auch? Vielleicht heute so und morgen so? Vielleicht muss jeder für sich selbst herausfinden, was gerade zutreffen soll!

Je nachdem, wo wir gerade stehen, werden wir in dieser Welt noch gewisse Erfahrungen sammeln wollen oder genug haben mit den Erfahrungen, um nur noch das wahre Glück anzustreben.  Um da hinzukommen,  werden wir vermutlich nicht umhin kommen, täglich Achtsamkeit zu üben. Dies können wir z.B. dadurch tun, dass wir uns immer wieder an unsere eigenen Leitmotive und Leitsätze erinnern, die wir selber formulieren können.

Hiermit lasse ich Euch/Sie an meinen Leitmotiven teilhaben.

Ich frage mich

so oft wie möglich am Tage: was ist DEIN Wille für mich heute/jetzt oder was möchtest DU, dass ich tue?

in unfriedlichen Situationen, bei denen eine Entscheidung anfällt oder gefallen ist: Was würde die Liebe tun?

bei Entscheidungen: (Wann) handle ich zum Wohle der Allgemeinheit?

am Ende des Tages:

wo bin ich dem Ruf, Impuls meiner Seele nicht gefolgt?

Wo habe ich etwas getan oder gedacht, bei dem ich nicht Ich selbst war?

Wo habe ich mich heute behindert (habe etwas nicht getan, was ich hätte lieber tun wollen)?

Wo habe ich dem anderen, mir oder dem äußeren Umstand die Schuld gegeben?

Wo habe ich mich oder den anderen abgewertet?

Wo habe ich mich oder den anderen nicht angenommen, wie ich bin/er ist?

Wo habe ich mich oder den anderen angegriffen?

Wo habe ich mich als Opfer oder als ungerecht behandelt gefühlt?

Wo war ich besserwisserisch oder habe den anderen ungerecht behandelt?

Wo habe ich mein(e) Gefühl(e) verdrängt (nicht zugelassen)?

Wo habe ich nicht auf mein Gewissen gehört?

Wo habe ich etwas getan, um mich zu bevorteilen oder um etwas zu bekommen?

 

Generell nehme ich meine eigenen Leitsätze und Leitmotive zur Grundlage all meiner Entscheidungen!

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